Während sich seine Bücher unglaublich gut verkauften, kämpfte Pu Yi aber mit grossen Problemen. 1965 wurde er zwei Mal wegen Krebs operiert. In den darauf folgenden Jahren baute der ehemalige Kaiser körperlich und seelisch unglaublich ab. Am 4. Oktober 1967 wurde er notfallmässig in die Krankenstation gebracht und am 17. Oktober starb Pu Yi dann an Nierenkrebs.
20 Jahre nach Pu Yi’s Tod begannen die Dreharbeiten zur Verfilmung seines Lebens. Der Film basiert auf der Autobiographie und um alles noch echter und lebensnaher verfilmen zu können, bekam Bertolucci, ein berühmter italienischer Filmregisseur, Hilfe von Pu Yi’s Bruder Pu Dschiä. Der Film wurde grösstenteils in der Verbotenen Stadt gedreht.
Der Film fängt mit Pu Yi‘s Zugfahrt von der UdSSR zurück nach China an. Die Verfilmung ist sehr spannend aufgebaut, da immer wieder Einschnitte aus seiner Kindheit eingefügt wurden. Aus meiner Sicht wird unglaublich gut aufgezeigt, mit welchen Problemen der junge Kaiser zu kämpfen hatte und was ihm alles verwehrt geblieben war.
Viele Lebensabschnitte wurden sehr geschickt und spannend in den Film eingebaut, wie z.B. seine Kindheit und seine Flucht. Was jedoch nicht aus seiner Autobiographie übernommen wurde, sondern erfunden oder von Pu Dschiä eingebaut wurde, war der Selbstmordversuch von Pu Yi. Wieso wurde es im Film so dargestellt, als ob sich Pu Yi umbringen wollte? Ich bin der Meinung, dass die Freiheit eines Filmemachers nicht so weit gehen dürfte. Oder gibt es vielleicht eine andere Begründung? Hat Pu Yi diesen Vorfall etwa vergessen wollen und ihn deshalb in seiner Biographie nicht erwähnt? Diese Frage bleibt unbeantwortet, denn es gibt nirgends Anhaltspunkte, die dieses Geheimnis lüften könten.
Ich habe den Film mit meiner Mutter angeschaut, weil ich herausfinden wollte, ob man die Handlungen auch verstehen kann ohne das Buch vorher gelesen zu haben. Wir hatten das Gefühl, dass es besser ist, wenn man das Buch studiert hat und somit die Stationen in Pu Yi’s Leben schon kennt, denn nur so versteht man auch alle Handlungen und Aktionen aus dem Film. Die Gefangenschaft in China zieht sich wie ein roter Faden durch den Film, der immer wieder durch Rückblicke und Erinnerungen unterbrochen wird.
Der Film war überaus erfolgreich und gewann 9 Oscars und 4 Golden Globes. Ich kann den Film jedem nur wärmstens empfehlen, da er sehr packend aufgebaut ist und man viel über die jüngere chinesische Geschichte lernen kann.
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Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/The_Last_Emperor
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