Pu
Yi schrieb oft über seine Beziehung zu seinen Verwandten und Angestellten und
wie schwierig es für ihn war, es vor allem seinen 4 Erleuchteten Müttern (nicht
biologisch Mütter sondern Frauen, die sich wie seine Mütter benahmen und die er
mehrmals die Woche besuchen musste) recht zu machen. Was ihm in frühen Jahren
besonders auf die Nieren schlug war, dass ihm verschiedenste Personen nicht nur
den Tagesablauf, sondern auch was er zu sagen und tun hatte, vorschrieben. Er
wollte schon sehr früh mehr Verantwortung übernehmen, doch niemand traute es
ihm zu.
Eine sehr enge Beziehung pflegte Pu Yi zu seiner Amme Wang Momo. Sie arbeitete schon vor seiner Geburt am Kaiserhof und nach seiner Geburt wuchs er an ihrer Brust auf. Sie bekam etwa zur gleichen Zeit ein Kind, welches leider starb. Davon erfuhr sie erst mehrere Jahre später, da ihr Kind nicht bei ihr aufwachsen durfte. Pu Yi sagt sogar, sie sei zu einer Milchkuh degradiert geworden, da der einzige Grund, wieso sie am Hof arbeitete, ihre gute Milch war. Sie wurde jedoch später entlassen als Pu Yi etwa 9 Jahre alt war. Nach seiner Begnadigung wollte er sie wieder finden, doch sie war bereits verstorben. Er liebte sie wie seine Mutter, naja sie war ja eigentlich seine Mutter, sie war die einzige die ihm humanes Denken beibrachte und die einzige die ihm jemals zu verstehen gab, dass Eunuchen auch Menschen mit Gefühlen sind. Sie war die einzige Person am ganzen Hof, die ihn oft vom Quälen anderer Menschen abhielt.
„Seine Majestät liebte körperliche Züchtigung“, so Pu Yi’s Lehrer. Im Buch beschreibt er oft wie er, meist unschuldige Eunuchen, bestrafen liess oder sogar selbst bestrafte. Er schreibt:
„Meine Angewohnheit, mir durch Quälerei die Zeit zu vertreiben, wurde von meiner Umgebung geradezu gefördert, war doch jeder stets bemüht, dem Kaiser in allem zu Gefallen zu sein. Zwar dozierten meine Erzieher oft und langatmig über philosophische Ideale wie „Humanität“ und „Gerechtigkeit“, aber dabei wagten sie es doch nie, meine Autorität in Frage zu stellen. Im Gegenteil: denn gerade sie waren es, die mir von klein auf mir ihrer unnatürlichen Haltung Autoritätsdünkel eingeflossen hatten.“
Es kommt mir so vor, als ob er die Schuld im Nachhinein auf andere Personen wälzen wolle. Wenn er wieder einmal von einer seiner Züchtigungen schreibt, ist es als hätte er es nur aus kindischer Dummheit getan. Trotzdem habe ich das Gefühl, als hätte er sich in den Jahren stark verändert. Wie stark werde ich ja noch sehen…
Eine sehr enge Beziehung pflegte Pu Yi zu seiner Amme Wang Momo. Sie arbeitete schon vor seiner Geburt am Kaiserhof und nach seiner Geburt wuchs er an ihrer Brust auf. Sie bekam etwa zur gleichen Zeit ein Kind, welches leider starb. Davon erfuhr sie erst mehrere Jahre später, da ihr Kind nicht bei ihr aufwachsen durfte. Pu Yi sagt sogar, sie sei zu einer Milchkuh degradiert geworden, da der einzige Grund, wieso sie am Hof arbeitete, ihre gute Milch war. Sie wurde jedoch später entlassen als Pu Yi etwa 9 Jahre alt war. Nach seiner Begnadigung wollte er sie wieder finden, doch sie war bereits verstorben. Er liebte sie wie seine Mutter, naja sie war ja eigentlich seine Mutter, sie war die einzige die ihm humanes Denken beibrachte und die einzige die ihm jemals zu verstehen gab, dass Eunuchen auch Menschen mit Gefühlen sind. Sie war die einzige Person am ganzen Hof, die ihn oft vom Quälen anderer Menschen abhielt.
„Seine Majestät liebte körperliche Züchtigung“, so Pu Yi’s Lehrer. Im Buch beschreibt er oft wie er, meist unschuldige Eunuchen, bestrafen liess oder sogar selbst bestrafte. Er schreibt:
„Meine Angewohnheit, mir durch Quälerei die Zeit zu vertreiben, wurde von meiner Umgebung geradezu gefördert, war doch jeder stets bemüht, dem Kaiser in allem zu Gefallen zu sein. Zwar dozierten meine Erzieher oft und langatmig über philosophische Ideale wie „Humanität“ und „Gerechtigkeit“, aber dabei wagten sie es doch nie, meine Autorität in Frage zu stellen. Im Gegenteil: denn gerade sie waren es, die mir von klein auf mir ihrer unnatürlichen Haltung Autoritätsdünkel eingeflossen hatten.“
Es kommt mir so vor, als ob er die Schuld im Nachhinein auf andere Personen wälzen wolle. Wenn er wieder einmal von einer seiner Züchtigungen schreibt, ist es als hätte er es nur aus kindischer Dummheit getan. Trotzdem habe ich das Gefühl, als hätte er sich in den Jahren stark verändert. Wie stark werde ich ja noch sehen…
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